(28.04.2025) Am Samstag, 17. Mai, findet das Repair Café von 11 bis 14 Uhr zum letzten Mal im Gemeindesaal der Friedenskirche (Traitteurstr. 50, Schwetzingerstadt) statt. Doch dann ist nach neun Jahren noch längst nicht Schluss: Denn die beliebte Initiative um Gemeindemitglied Fabian Müller zieht in Räume der Christuskirche (Oststadt) um, wo ab Juli wieder alle acht Wochen zum gemeinsamen Tüfteln und Reparieren eingeladen wird.
Etwas dazulernen und einen Plausch halten
Nachhaltigkeit konkret umzusetzen, war vor neun Jahren die Motivation für Pfarrerin Dr. Maibritt Gustrau, in der ChristusFriedenGemeinde ein Repair Café zu gründen. Fabian Müller war von Anfang an mit dabei und übernahm 2021 die Leitung. Reparieren statt reflexhaft wegzuwerfen schont Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen. Und es macht Freude, unter Anleitung selbst oder gemeinsam mit Expert:innen ein Problem ganz konkret zu beheben. Oder es zumindest zu versuchen. Die Erfolgsquote liegt bei rund 50 Prozent. „Egal ob Fahrrad, Toaster, Radio, Computer oder ein anderes Gerät“, sagt Fabian Müller, „die Ehrenamtlichen lassen nichts unversucht, um die defekten Geräte wieder zum Leben zu erwecken. Dabei gehen sie auch immer wieder unkonventionelle Wege“, schmunzelt er.
Die Aktion ist kostenlos und gut nachgefragt. Die Besucher:innen bringen pro Termin rund 40 Gegenstände zur Reparatur mit. Darum kümmert sich dann ein fachkundiges Team von zwölf ehrenamtlichen Helfer:innen, vom Auszubildenden bis zum Rentner. Um die Wartezeit zu verkürzen, gibt es Kaffee, Tee und Kuchen. Kuchenspenden sind willkommen.
„Wir sind bei diesem letzten Termin hier an der Friedenskirche sicherlich auch ein wenig wehmütig“, sagt Fabian Müller, der sich in der Gemeinde auch als Kirchenältester engagiert. „Doch freuen wir uns schon sehr auf unsere Premiere in Räumen der Christuskirche“. Von der Friedenskirche hat sich die Gemeinde im März 2024 verabschiedet. Das Repair Café ist eine der letzten Veranstaltungen dort.
Ehrenamt macht glücklich
Wer im Repair Café mitarbeitet, macht das ehrenamtlich. Das eigene Können mit anderen zu teilen, etwas auf die Beine zu stellen, Sinnhaftes zu tun und vor allem gemeinsam mit anderen eine angenehme Zeit zu verbringen bereitet den Teammitgliedern Freude. Ehrenamtliches Engagement zählt mit zu denjenigen Freizeitaktivitäten, die am ehesten glücklich machen. Das zumindest ergab eine Befragung des SKL Glücksatlas von bundesweit fast 29.624 Personen (Daten aus 2019). Dort belegt ehrenamtliches Engagement den 3. Platz, nach Ausflügen und Kurzeisen auf Platz 1 sowie Oper, Theater und Ausstellungen auf Platz 2. Foto: Fabian Müller (dv)


